Europas beliebtester Aquarienbewohner

Europas beliebtester Aquarienbewohner

Europas beliebtester Aquarienbewohner

Bedürfnisse

Chinesiche Züchter schufen aus der mattbraunen Karausche mehrere Varianten eines Fisches, der aktuell als Europa beliebteste Aquarienfisch angesehen wird. Der Goldfisch mit unterschiedlich geformten Flossen und Körperformen konnte sich über Jahrhunderte hinweg auch gegen tropische Süßwasser- und Meeresfische behaupten. Nicht zuletzt, da er an die Wassertemperatur keine besonderen Ansprüche stellt. Ein wesentliches Bedürfnis ist jedoch, genügend Platz im Aquarium vorzufinden. Als Faustregel gilt, dass Becken mit Kantenlängen von weniger als 80 cm zu klein für Goldfische sind. Sie suchen ihre Nahrung im gesamten Aquarium und gelten nicht als sehr wählerisch. Wichtig ist kohlhydatreiche Nahrung.

Varianten des Goldfisches

Ausgehend von Varianten mit nur einer Flosse entwickelten sich die exotischen Arten Schleierschwanz, Ranchu, Löwenkopf und Himmelsgucker.

Hat man sich als Neoaquarianer für einen Schleierschwanz entschieden, kann zwischen metallisch und perlmuttartig schimmernden Varianten gewählt werden. Im Normalfall ist er orangerot gefärbt. Auch eine silberne Variante mit rotem Kopf existiert. Seine Flossen sind vergrößert wobei die Schwanzflosse bei extremen Formen einen faltigen Überhang aufweist. Die Farben seiner Schuppen reichen von reflektierend metallisch bis zu perlmuttartig schimmernd. Aber auch total glanzlose Varianten sind bekannt.

Die Variante Ranchu ist besonders im Japan beliebt. Zu erkenen sind diese eher „bulligen“ Fische an der fehlenden Rückenflosse, einem gleichmäßig runden Rücken und einer kurzen, doppelten Schwanzflosse.

Der orangerote Kopf und der Körper des Löwenkopfes sind wie beim Schleierschwanz ausgebildet. Du erkennst diese Variante, da er keine Rückenflosse aufweist. After- und Schwanzflosse sind kurz und werden steif gehalten.

Ein Himmelsgucker trägt eine von orange bis metallisch anmutende Färbung. Charakteristisch ist seine zurückgebildete After- und Schwanzflosse. Auch eine Rückenflosse fehlt und seien Augen sind blasig aufgetrieben und nach oben gerichtet. Aufgrund dieser Körperform hat es der Himmelsgucker schwer, nach Futter Ausschau zu halten.

Pflegetipp

Wichtig bei der Pflege dieser Varianten ist, sie nicht zu niedrigen Wassertemperaturen auszusetzen. Bei einer Temperatur von nur 15 Grad Celsius ist ihr Stoffwechsel dermaßen heruntergesetzt, dass Probleme der Verdauungsorgane auftreten können. Es sollten im Goldfischbecken Temperaturen zwischen 22 und 24 Grad Celsius herrschen. Während der Wintermonate kann zwar für wenige Wochen die Temperatur auf 15 bis 16 °C reduziert werden. Zu beachten ist jedoch, dass eine Woche vor der Herabsetzung der Temperatur die Goldfische sparsam mit Wasserflöhen gefüttert werden sollten.

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