Garnelen im Aquarium

Garnelen im Aquarium

garnelen im aquarium

Geeignete Arten.

Generell haben sich drei Garnelenarten im Aquarium bewährt. So gelten Zwerggarnelen als sehr friedliebend und sozial. Zu ihrer Nahrung zählt auch organischer Abfall, da sie gerne Oberflächen von Holz, Steinen und Pflanzen abweiden.

Die friedlichen Arten Caridina und Neocaridina erreichen lediglich eine Länge von 4-5 cm. Wenn neben Garnelen auch noch größere Fische im Aquarium gehalten werden, ist zu bedenken, dass sich dann Zwerggarnelen zwischen Pflanzen, Wurzeln oder in Spalten verstecken. Verwandt mit Zwerggarnelen sind die auch als Radargarnelen bezeichneten Fächergarnelen. Ihr Aussehen ist ganz auf das Leben in schnellfließenden Gewässern ausgerichtet. Ihre vordersten Beinpaare sehen wie fächerförmige Fangapparate aus. Durch das Spreizen der Fächer sind sie etwa in der Lage, Mückenlarven oder kleinste Algenteile aus der Strömung zu fischen. Ihre starken Schreitbeine halten sie auch bei starker Strömung fest am Aquariumboden.

Hingegen sollten Großarmgarnelen nicht in einem Gesellschaftsaquarium gehalten werden. Als Beutegreifer weisen die beiden vorderen Schreitbeinpaare Scheren auf, mit welchen sie Nahrung besorgen. Sie sind mit ihnen in der Lage, rasch schwimmende Fische aber auch Schnecken zu erlegen. Wird das Aquarium mit widerstandsfähigen Pflanzen und Steinen eingerichtet, kann ein männliches Tier mit mehreren Weibchen gehalten werden. Weitere männliche Tiere wären im Wachstum gehemmt. Ein offenes Süßwasseraquarium ist für die Haltung von Garnelen ungeeignet. Sie könnten herausklettern oder -springen. Garnelen sollten erst nach regelmäßiger Kontrolle des Nitritgehalts des Wassers und nach einer Anlaufphase des Aquariums von bis zu drei Wochen eingesetzt werden.

Vor allem ist darauf zu achten, dass keine Garnele in die Ansaugöffnung der Filteranlage gezogen werden kann. Öffnungen oder zu grobe Gitterkörbe sollten mit Schaumstoff-Filterpatronen abgesichert werden. Diesbezüglich haben sich Schwammfilter mit Filtermatte und Luftheber bewährt. Patronenfilter mit Lufthebertechnik stellen ein wirkungsvolles Filtersystem dar. In größeren Becken können auch Bodenfilter gute Dienste leisten. Als Beleuchtung eines Aquariums mit Garnelen reicht eine Leuchtstoffröhre in der Abdeckung aus. Mit zusätzlichen Reflektoren an der Röhre kann die Lichtausbeute noch verbessert werden.

In der Heimat der Garnelen schwankt die Wassertemperatur zwischen 10 Grad und etwa 28 Grad Celsius. Herrscht im Aquarium ein Temperatur von unter 20 Grad Celsius, vermehren sich Garnelen nicht. Daher sollten Thermostatheizstäbe verwendet werden. Es existieren jedoch zahlreiche Arten, welchen zu hohe Temperaturen erhebliche Schäden zufügen. Vor allem ein Problem an heißen Sommertagen.

Verstecke im Garnelenbecken.

Pflanzen, Holzstücke und Laub für zahlreiche Versteckmöglichkeiten. An Wasserpflanzen eignen sich vor allem Javamoos, Hornkraut oder Wasserpest. Javamoos bietet durch Verästelungen eine gute Struktur, in welcher kleine Garnelen und Jungtiere Unterschlupf finden. Rasch wachsende Pflanzen wie Hornkraut und Wasserpest werden von Garnelen gerne abgeweidet. Als Nahrungsquelle ideal, da sich zwischen den Pflanzenteilen Schwebeteilchen und Mulm absetzen. Zur Strukturierung eines Aquariums und als Kletterhilfe können Wurzeln verwendet werden. Ihre Oberflächen werden von Mikroorganismen besiedelt, die von Garnelen ebenfalls abgeweidet werden. Jedwedes Laub ist hochwertige Aufwuchsnahrung. Zudem wird Huminsäure ins Wasser abgegeben. Keimhemmende Laubarten werden getrocknet in das Aquarium gegeben. Zahlreiche Garnelenarten und Jungtiere verstecken sich auch gerne zwischen Steinen.

Ernährung und Verhalten von Garnelen.

Zwerggarnelen weiden Oberflächen ab, auf welchen sich Algen, Einzeller und Bakterien befinden. Speziell Großarmgarnelen sind auf zusätzliche Fütterungen angewiesen. Und Fächergarnelen benötigen Staubfutter bzw. in der Strömung treibendes Futter.

Garnelen verhalten sich in Aquarien zumeist sozial und friedlich. In Gruppen sind sie sehr lebhaft. Zudem sind sie nicht sehr schreckhaft und verstecken sich nicht so häufig wie einzeln gehaltene Garnelen. Die geschickten Kletterer sind jedoch nach einem Wasserwechsel oder nach dem Einsetzen in das Aquarium sehr hektisch. Es kann aber auch ein Zeichen der Bereitschaft zur Paarung sein. Da sie jederzeit herausklettern können, sollte das Becken stets abgedeckt sein. Zu bedenken ist dabei, dass Garnelen jederzeit zwischen Kabelführungen entkommen können. Geschieht dies zu oft, kann das ein Anzeichen von Mängeln im Aquarium sein. So kann etwa die Wasserqualität oder das Angebot an Sauerstoff zu wünschen übrig lassen.

Garnelen sind meist einige Zeit nach dem Einsetzen ins Aquarium nicht zu finden, da sie sich ihrer Umgebung perfekt anpassen können. Sind sie hungrig, lassen mehrere Futterstücke oder auch Tabletten sie rasch aus ihrem Versteck hervorkommen. Der sehr gut entwickelte Geruchsinn der Garnelen hilft ihnen, zu Boden gefallene Nahrung rasch zu finden. Dazu zählen auch schwache, kranke und tote Artgenossen.

werbung