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Alles, was der Aquariumfan braucht

Hobby Diskuszucht – Für ambitionierte Aquarianer

Hobby Diskuszucht – Für ambitionierte Aquarianer

Hobby Diskuszucht
Hobby Diskuszucht – Meine Erfahrung mit der Diskuszucht.
Jeder der ein Diskusbecken sein Eigen nennt, kenn dieses Problem: irgendwann fangen zwei Diskus an zu zittern, sich zu umwerben und ein Laichsubstrat (großes Blatt, Stein oder Wurzel) zu „putzen“. Dabei werden mit dem Maul Algen und andere Verschmutzungen beseitigt. Die Fische machen mehrmals einen „Probelauf“, indem sie das Laichsubstrat von unten nach oben senkrecht anschwimmen. Sind sie zufrieden, legt das Weibchen die Eier linienförmig an das Laichsubstrat. Das Männchen schwimmt kurz später über die Eier und besamt sie.

Bis zu 3 Tage kann es dauern bis die Larven schlüpfen. Sie ernähren sich circa 3 weitere Tage von ihrem Dottersack, bis sie sich vom Laichsubstrat lösen und frei schwimmen. Jetzt versuchen die Eltern die Jungen mit dem Maul wieder einzufangen und zurück an das Laichsubstrat zu spucken. Bald merken sie, dass dies keinen Sinn macht. Die Larven schwimmen jetzt die Elterntiere an und ernähren sich von der Haut (Schleim) der Eltern. Diskus werden deshalb auch „Säugefische“ genannt. Ab dem dritten Tag kann der Aquarianer Artemia zufüttern. Bald fressen die Kleinen normales Futter und das Aquarium ist um einige Fische reicher.

Soweit zur Theorie!


 
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Laut meiner persönlichen Erfahrung ist es fast unmöglich in einem Gesellschaftsbecken Diskus nachzuzüchten. Zu viele Faktoren sprechen dagegen: Nesträuber wie Neons, Welse und selbst andere Diskus stellen eine ständige Gefahr für das Gelege dar. Selbst die tägliche Fütterung wird zum Problem wenn sich die Elterntiere nicht einig sind. Nicht zu vergessen der Stress für das Elternpaar, die die ständige Bewachung des Nestes mit sich bringt. Sollte es doch zum Freischwimmen der Larven kommen, können diese nicht zwischen anderen Tieren und Eltern unterscheiden und schwimmen munter alles an, was irgendwie dunkler als weiß ist. Damit werden sie Opfer bzw. Futter und der beginnende Diskusliebhaber ist drauf und dran alles hinzuwerfen. Jetzt werden Internetforen befragt, Telefonate geführt und wilde Konstruktionen erdacht.

Die am weitesten verbreitete Idee ist dann, den Bereich um das Gelege mit einer Scheibe abzutrennen. Der Gedanke ist nicht so schlecht, wenn sich das Nest in einer Ecke des Aquariums befindet. Um ein Durchschlüpfen der Babys zu verhindern, muss die Trennscheibe dicht abschließen, was andere Probleme in den Raum wirft. Das bedeutet, dass man den abgeschlossenen Berich separat beheizen, belüften und filtern muss. Die Scheibe sollte auch undurchsichtig sein, um den Stress für die Eltern so gering wie möglich zu halten. Der Nachteil an dieser Variante besteht für mich darin, dass das Aquarium für lange Zeit geteilt bzw. gedrittelt ist.

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Die beste Art Diskus nachzuzüchten und aufzuziehen ist meiner Meinung nach, die Anschaffung eines Zuchtwürfels. Dieser kann ein normales Aquarium sein, am Besten aber mit einer Höhe ab 50cm. Das Becken wird mit einer Heizung, einem Luftfilter und einem Laichkegel ausgestattet. Das Wasser – am besten aus dem Hauptbecken – wird auf 30 – 31 Grad Celsius erhöht. Nun kann das Diskuspaar einziehen. Jetzt ist Gedult gefragt. Manche Diskus lassen sich unendlich Zeit. Bei mir legen sie häufig nach dem Wasserwechsel! Bei jungen Diskuspaaren kann es passieren, dass die Eier verpilzen, die Fische ihren eigenen Laich fressen oder das Männchen die Eier nicht befruchtet. Das gehört alles zum Lernprozess.

Ist es dann soweit und die Jungen schwimmen frei, kann es vorkommen, dass ein Elterntier mit dem Anderen um die Pflege streitet. Ich habe dann immer das Weibchen abgefangen, da bei mir komischerweise die Männchen besser pflegen. Dann ab dem dritten Tag Artemia zufüttern. Artemia besteht zum großen Teil aus Eiweiß. Deshalb trübt das Wasser sehr schnell ein und muss häufig gewechselt werden. Fliehen die Eltern vor den Jungen oder bekommen Verletzungen auf der Haut wird es Zeit die Eltern umzusetzen. Die Jungtiere brauchen jetzt noch mehr Futter, was noch öfter einen Wasserwechsel erfordert. Die Temeratur kann auf 28 – 29 Grad gesenkt werden.

Die Jungfische sollten so lange wie möglich im Zuchtwürfel verbleiben. Ich warne vor einem aufgeregtem übereiltem Umsetzen. Die Jungtiere haben unter 10cm keine Chance im Hauptbecken an Futter zu kommen und werden verkümmern. Lieber im Zuchtwürfel belassen bis dieser augenscheinlich zu klein wird und dann noch einmal in einem etwas größerem Becken zwischenhältern.

Dies ist meine Variante um Diskus hobbymäßig zu züchten. Sicher gibt es Weitere, doch mit dieser bin ich am Besten gefahren.

Viel Spass mit euren „Königen des Amazonas!

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